Alte Monitore vergiften Afrika und Asien
Illegale Schrottexporte belasten Umwelt und Gesundheit
155.000 Tonnen gebrauchte und alte Elektrogeräte werden jedes Jahr allein aus Deutschland nach Afrika und Asien verschifft. Ein Drittel davon sind PC-Monitore, ein weiteres Drittel Fernsehmonitore. Das zeigt eine Studie des Hamburger Instituts für Ökologie und Politik ÖKOPOL
http://www.oekopol.de, die das Umweltbundesamt
http://www.umweltbundesamt.de gestern, Donnerstag, auf der CeBIT präsentiert hat. "Auf Basis von Zolldaten und Expertengesprächen konnte die bisher solideste zahlenmäßige Erhebung für den Export von Elektrogeräten erstellt werden", berichtet Stephanie Schilling, Ökopol-Expertin für Abfall- und Produktpolitik, gegenüber pressetext.
Problematisch an diesem Warenfluss ist, dass die Schiffsladungen neben funktionierenden Gebrauchtgeräten auch Unmengen an Schrott enthalten. Dessen nicht-sachgerechte Entsorgung kann erheblichen Schaden anrichten, enthalten Bildschirme doch neben kostbaren Inhaltsstoffen wie Gold, Kupfer, Platin oder Indium auch flammhemmende Bromverbindungen oder polybromierte Diphenylether (PentaBDE) und Schwermetalle.