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bas89

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Samstag, 30. Juli 2011, 21:19

crypsetup: LuksDump

Hallo allesamt :)

Ich habe etwas im Internet gesucht, aber leider keine Erläuterungen gefunden. Was bedeuten denn MK und iterations? Oder AF stripes? Der Rest ist soweit, glaube ich, klar.

Quellcode

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bas89-pc-gentoo64 bas89 # cryptsetup luksDump /dev/sdb2
LUKS header information for /dev/sdb2

Version:        1
Cipher name:    aes
Cipher mode:    cbc-essiv:sha256
Hash spec:      sha1
Payload offset: 1032
MK bits:        128
MK digest:      65 e6 66 ea cd 1c 2a 2d 53 51 47 7d 6c a7 da 56 93 26 ee ad 
MK salt:        0d 91 0c a2 69 57 cf 85 a2 4f 7e 9b a8 c4 04 16 
                00 a6 a0 d1 88 4c 25 e5 77 5d c4 0f 68 2b 9f 37 
MK iterations:  10
UUID:           37165f24-c910-45e1-aec4-bf2ed4444478

Key Slot 0: ENABLED
        Iterations:             154664
        Salt:                   f2 24 b8 2f af 8b 22 a4 48 bb 16 36 f4 97 31 17 
                                e8 41 4d 6f 1d a8 33 f4 fd 31 6e 16 98 cc 37 03 
        Key material offset:    8
        AF stripes:             4000
Key Slot 1: ENABLED
        Iterations:             218941
        Salt:                   6b f2 7c 37 b3 5e f3 1b 0c 9f 74 78 53 c9 06 2c 
                                a9 cc ec 00 bc 4d 71 a0 30 8b 0b fd 7d 1c c9 7a 
        Key material offset:    136
        AF stripes:             4000
Key Slot 2: DISABLED
Key Slot 3: DISABLED
Key Slot 4: DISABLED
Key Slot 5: DISABLED
Key Slot 6: DISABLED
Key Slot 7: DISABLED
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2

Sonntag, 31. Juli 2011, 11:52

du hast wieder Fragen :happy:
so aus dem Zusammenhang:
MK =MasterKey - dürfte im Zusammenhang 128 Bit Verschlüsselung sein
AF Stripes scheinen mit der Blockanzahl zu tun zu haben :dunkel:
Meine Quelle um überhaupt erst mal zu peilen worum es geht :sterne:
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Sonntag, 31. Juli 2011, 14:40

Oh, top. Auf der Seite war ich auch schon, jedoch in dem tieferen Abschnitt zu luksDump. Schade, das heißt, meine Daten sind nur 128-bit verschlüsselt. Dachte es sind 256, allerdings scheint das nur der Hash meines Passwortes zu sein...
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Sonntag, 31. Juli 2011, 15:22

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Sonntag, 31. Juli 2011, 22:41

Danke, Vimes. Ich habe mich mal durchgearbeitet. Im großen und ganzen kam dabei ’rum, dass ich mit einem 10-Zeichen langen Passwort gerade mal 10 Byte * 8 bit/Byte = 80 bit von den 128 bit ausnutze; daher wäre ein 256-bit langer Schlüssel Nonsens, weil mein Passwort sozusagen das schwächste Glied in der Kette ist. Jedenfalls dann, wenn cryptsetup/LUKS keine fehlerhaften Implementierungen hat und AES als Algorithmus sicher ist.
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Dienstag, 2. August 2011, 10:30

Yupp.Du kannst auch eine Datei als Schlüssel benutzen ...
Mir reicht mein 26-stelliges Passwort.

MfG
Vimes
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Donnerstag, 3. November 2011, 14:34

Wenn auch eine späte Antwort in einem erledigten Thema, für Interessierte hier eine kurze Erklärung zu den einzelnen Daten des LUKS-Dumps:

Version: Verwendete LUKS-Version (derzeit 1.x)
Cipher name: Verschlüsselungsalgorithmus, mit dem die eigentlichen Daten verschlüsselt sind (sog. Block Cipher, z.B. AES, Blowfish, Twofish etc.)
Cipher mode: Modus, in dem der Schiffrier-Algorithmus ausgeführt wird. Hier gibt es verschiedene Schlüssel-Initialisierungs-Modi, die dafür sorgen, dass z.B. zwei Blöcke mit identischen Daten unterschiedliche Verschlüsselungsergebnisse erzielen, um "Known Plain Text"-Attacken zu erschweren. Hier werden z.B. Hashes der Blockposition im Chiffrat verwendet. Infos zum hier benutzten Verfahren CBC: http://de.wikipedia.org/wiki/Cipher_Block_Chaining_Mode
Hash spec: Hashmethode, mit der die Key-Hashes in jeder Iteration berechnet werden
Payload offset: Quasi die Größe des LUKS-Headers in Bytes, also die Position in der Partition, an der die eigentlichen Daten beginnen.
MK bits: Länge des Master Keys in Bit - die Daten werden NICHT mit den Benutzerpasswörtern verschlüsselt, sondern nur mit diesem Master Key!
MK digest: Prüfsumme des Master-Keys, gebildet mit den folgenden zwei Werten und der Digest-Methode in "Hash spec"
MK salt: Zufällige Zeichenfolge, die zum zu prüfenden Master Key hinzugefügt wird
MK iterations: Anzahl Durchläufe, wie oft Salt+Key-Bits mit dem unter "Hash spec" angegebenen Hash-Algorithmus gehased wird, bevor das Ergebnis mit "MK digest" verglichen wird
UUID: Eindeutige Partitions-ID, kann benutzt werden, um die Partition im fstab einem Mountpoint zuzuordnen

Key Slots: Hier werden bis zu 10 verschiedene Keys gespeichert, die allesamt gleichwertig sind, und mit denen die Partition entsperrt werden kann. Da ein Key entweder eine Key-Datei (z.B. mit zufälligen Bytes), aber auch ein menschenlesbares Passwort sein kann, hat LUKS Vorkehrungen getroffen, um einen Brute-Force-Angriff oder auch eine forensische Passwortanalyse zu erschweren.

Iterations: Dieser Wert gilt analog zum MasterKey, ist jedoch wesentlich größer. Das erfüllt mehrere Zwecke: einerseits erschwert dies forensische Analysen, andererseits erhöht eine große Zahll Iterationen den Zeitaufwand, das Passwort per Brute Force zu knacken, erheblich. Die Zahl wird, wenn nicht angegeben, automatisch von LUKS bestimmt, so dass auf dem aktuellen Rechner ca. eine Sekunde CPU-Zeit benötigt wird.
Salt: Wie beim Master Key wird auch hier eine zufällige Bytefolge zum eigentlichen Passwort hinzugefügt, um die Variabilität und Komplexität des Passworts zu erhöhen, und das Erstellen von sog. Rainbow Tables zu erschweren.
Key material offset: Nach vielen Bytes ab Beginn der Partition die Key-Daten beginnen
AF stripes: Dies sind sogenannte "Anti-forensic stripes". Der Sinn dahinter ist, die Key-Daten mittels eines Algorithmus "aufzublähen", so dass die eigentlichen Key-Daten über eine größere Datenmenge (=Streifen) verteilt werden, und das Ändern eines Bits in dieser größeren Datenmenge die Wiederherstellung er ursprünglichen Daten erheblich erschwert der gar verhindert. Das macht das Wiederherstellen des Keys unmöglich, selbst wenn ein Großteil des LUKS-Headers einer gelöschten Festplatte mit Forensik-Werkzeugen wiederhergestellt werden konnte.

TKS1-Spezifikation (sehr technisch!):
http://cryptsetup.googlecode.com/svn-his…/TKS1-draft.pdf

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Donnerstag, 3. November 2011, 17:16

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