Letzt erhielt ich einen Anruf eines Bekannten, der erzählte mir stolz von seinem Laptop mit Win7, den er seit mitlerweile einem Jahr hat.
Außerdem hat er schon seit Monaten eine Funk-Outdoor-Cam, die er jetzt gerne an dem Laptop anschließen möchte.
Hintergrund: Er hat in den letzten Monaten mehrere Vandalenschäden an seinem PKW und einen Totalverlust an einem Anhänger erlitten und möchte gern den dunklen und abgelegenen Parkplatz im Auge behalten können.
Er hatte sich vor längerem schon diese Camera zugelegt.
Technaxx MSC03 Allein für sich, nach meinem Empfinden schon ein Gerät fragwürdigen Nutzens, wenn man mal nach Erfahrungsberichten googlet.
Dabei ist ein "
EasyCap USB Video Grabber" gewesen. Auch wohl keine wirkliche Spitzenqualität.
Nun erhielt ich gestern eine Mail, dass die Installation mit den beigefügten Treibern nicht klappt. Der Grabber soll aber angeblich doch für Win7/32 geeignet sein. Jetzt ist die Dame des Hauses (sie meint sich mit PCs auszukennen) irgendwie auf den Trichter gekommen, dass ihr ein Programm namens "Driver Boot Pro" helfen könnte, den passenden Win7-Treiber für den o.g. V-Grabber zu finden. Da sie sich ja schließlich mit PCs auskennt

hat sie sich das vermeidliche Programm irgendwo gezogen und zu installieren versucht. Als sie während der Installation zum Thema Kosten und Überweisung gelangte, brach sie aber ganz schnell die weitere Installation ab... Also so ganz dumm kann sie also scheinbar doch nicht sein, sollte man meinen.
Den geringen Zuwachs an Respekt verspielte sie aber sofort wieder, in dem sie mich dann heute telefonisch fragte, ob ich ihr nicht "von irgendwo eine gecrackte Version von Driver Boot Pro besorgen könne"... Ich habe ne halbe Stunde gebraucht, um ihr zu erklären, was hinter dem Schwund steht, und ich fürchte sie hat es trotzdem immer noch nicht aus dem Kopp.
Wo ich sie doch gerade am Telefon hatte, habe ich die Gelegenheit genutzt und einige Eckdaten von dem fraglichen Laptop erbeten. Er hatte ja erst kürzlich dessen Geschwindigkeiten lobend erwähnt. Daten hatte sie natürlich nicht im Kopf und ich habe sie dann telefonisch anleiten müssen, wie sie an die Infos kommt.
Und bei jedem Klick, den sie tat, wurde ich mutloser und ich sackte hier nach und nach förmlich in mich zusammen.
Jedes Fenster dauerte zum Öffnen eine gefühlte kleine Ewigkeit, während der eine Eieruhr auf dem Screen ihre Kreise zog...
Dann endlich bekam ich die ersten Daten:
Intels Atom CPU N450 mit schwindelerregenden 1666 Mhz, 1 GB RAM und das hochgelobte Win7 stellte sich dann logischerweise als "Starter-Edition" heraus... Nach dem Grafikchipset habe ich mich danach schon gar nicht mehr zu fragen getraut.
Ich habe ihnen letztendlich erstmal abgeraten, an DIESEN LAPTOP die Kamera mit dem Video-Grabber anschließen zu wollen.
Meine Frage zu meiner Gewissensberuhigung nun an euch:
Liege ich mit meiner negativen Einschätzung richtig, oder seht ihr vielleicht noch eine Möglichkeit, doch irgendwie die Überwachung ohne neuen Laptop herzustellen..?